Ich sitze vor einem Stapel Weihnachtskarten und mir fällt nach der Anrede nichts mehr ein.
Schreib zu jeder Person einen Satz über euer Jahr: ein Besuch, eine Neuigkeit, eine Hilfe. Das Freitext-Format von HidenGPT macht daraus kurze Kartentexte mit Anrede, einem persönlichen Satz, einem Wunsch und einem Gruß, drei bis fünf Sätze je Karte. Was hinein soll, kommt von dir; der Entwurf erspart dir nur das leere Papier.
Probier es mit deiner eigenen Aufgabe
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So geht es in HidenGPT
- 01
Leg die Karten nach Personen hin und schreib zu jeder einen Satz auf, was in diesem Jahr zwischen euch war.
- 02
Wähle unter „Wofür“ Freitext, lass die Länge auf Kurz und stell den Ton auf Herzlich oder Freundlich.
- 03
Schreib die Empfänger nummeriert ins Hauptfeld, je mit Du oder Sie und deinem Satz; jeder bekommt einen eigenen Text mit kurzer Überschrift.
- 04
Lies jeden Text so, als wärst du der Empfänger, und streich alles, was du so nie sagen würdest.
- 05
Schreib die Texte mit der Hand in die Karten; ein Satz, den du beim Abschreiben änderst, ist meistens der bessere.
Freitext: Beschreib, was du brauchst; es erkennt das Format und schreibt den Text.
Die vier Teile einer Weihnachtskarte
Fast jeder gute Kartentext hat dieselbe Form, nur der zweite Teil ist jedes Mal anders.
Anrede: „Liebe Oma“, „Liebe Familie Yilmaz“, „Hallo Caro“. Für Menschen, die du siezt, ist „Liebe Frau Yilmaz, lieber Herr Yilmaz“ auf einer Karte üblich und wirkt freundlicher als „Sehr geehrte“. Ein persönlicher Satz: was du an diesem Jahr mit der Person verbindest. Das ist der Teil, an den sie sich erinnert. Ein Wunsch: für die Feiertage, oft auch schon fürs neue Jahr, wenn ihr euch vorher nicht mehr seht. Gruß und Name: „Herzliche Grüße“, „Alles Liebe“, „Eure“ mit Namen. Bei einer Familie unterschreiben alle, Kinder gern selbst.
Auf eine Klappkarte passen drei bis fünf Sätze bequem. Mehr musst du nicht schreiben; wer mehr erzählen will, legt einen Jahresbrief dazu.
Beispiele für Familie, Nachbarn, Freunde und Patenkind
Für die Großmutter: „Liebe Oma, als du im Oktober am Telefon erzählt hast, dass du wieder allein zum Bäcker gehst, habe ich mich den ganzen Tag gefreut. Ich wünsche dir ruhige, warme Feiertage, und wir sehen uns am zweiten Weihnachtstag. Alles Liebe, deine Nina“
Für die Nachbarn, per Sie: „Liebe Frau Yilmaz, lieber Herr Yilmaz, ohne Sie hätte Minka die drei Wochen im Sommer nicht so gut überstanden. Danke für Ihre Hilfe und für die Fotos jeden Abend. Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr, Ihre Nina und Paul Becker“
Für eine Freundin, die man selten sieht: „Liebe Caro, dieses Jahr haben wir uns nur einmal gesehen, aber an deiner Hochzeit war es, als wäre keine Zeit vergangen. Lass uns im Frühjahr ein Wochenende einplanen, ich komme nach Hamburg. Frohe Weihnachten euch beiden, Nina“
Für ein Patenkind: „Lieber Ben, ich habe gehört, dass du jetzt alle Baggerarten kennst. Im Januar erklärst du sie mir, versprochen? Frohe Weihnachten von deiner Patentante Nina“
Schwierige Karten: Trauer, Abstand, der Chef
Hat jemand im Jahr einen Menschen verloren, ist die erste Weihnacht oft schwer. „Frohe Weihnachten“ kann dann fehl am Platz wirken. Besser passt etwas wie: „Ich denke in diesen Tagen besonders an dich und wünsche dir ruhige Feiertage mit Menschen, die dir guttun.“ Nenn den Namen der verstorbenen Person ruhig, wenn ihr euch nahesteht; vielen tut es gut, dass jemand sich erinnert.
Bei Menschen, mit denen der Kontakt eingeschlafen ist, reicht ein ehrlicher Satz ohne Vorwurf: „Wir haben uns aus den Augen verloren, und ich denke oft an unsere Zeit in der WG.“ Ob daraus wieder mehr wird, liegt dann bei beiden.
Für den Chef oder die Chefin gilt: kurz, per Sie, wenn ihr euch siezt, mit einem Dank für etwas Bestimmtes. Für Kollegen und Kunden gibt es eigene Seiten mit eigenen Beispielen.
Wenn du nicht weißt, ob jemand Weihnachten feiert, sind „schöne Feiertage“ und „ein gutes neues Jahr“ eine sichere Wahl. Und plane die Post rechtzeitig ein: Karten, die nach Heiligabend ankommen, sind dann eher Neujahrskarten.
Nicht das richtige Tool, wenn
- Gedichte oder gereimte Sprüche zum Abschreiben. Dafür gibt es Spruchsammlungen; hier entstehen persönliche Sätze aus deinen Angaben.
- Karten an Menschen, über die du nichts weißt. Ohne ein Detail entsteht nur ein allgemeiner Gruß, und den schreibst du schneller selbst.
- Ein langer Jahresbrief an die ganze Verwandtschaft. Dafür ist der Jahresrückblick das passende Format.
Andere Wege
- Ein Satz pro Person, selbst geschrieben
- Für eine Handvoll Karten das Schnellste. Denk an einen Moment des Jahres und schreib ihn so auf, wie du ihn erzählen würdest.
- Spruchsammlungen und Weihnachtsgedichte
- Gut als erster Satz oder als Zitat auf der Karte. Den persönlichen Teil darunter musst du trotzdem selbst schreiben.
- ChatGPT oder ein anderer Chatbot
- Liefert schnell Texte, aber oft mit „Zauber der Weihnacht“ und „besinnlichen Stunden“, die du durch dein Detail ersetzen musst.
Fragen
Was schreibt man in eine Weihnachtskarte?
Eine Anrede, einen persönlichen Satz zu eurem Jahr, einen Wunsch für die Feiertage und einen Gruß mit Namen. Drei bis fünf Sätze reichen.
Was schreibt man in eine Weihnachtskarte für die Familie?
Etwas, das ihr dieses Jahr zusammen erlebt habt, oder etwas, worauf du dich freust, etwa das Treffen an den Feiertagen. Bei Eltern und Großeltern darf es ruhig herzlicher sein als bei allen anderen Karten.
Was schreibt man Nachbarn in die Weihnachtskarte?
Einen Dank für etwas Konkretes, etwa das Paketannehmen oder das Blumengießen, und gute Wünsche. Wenn ihr euch siezt, bleibt es beim Sie, mit „Liebe Frau“ statt „Sehr geehrte“.
Frohe Weihnachten oder schöne Feiertage?
Bei Menschen, die Weihnachten feiern, „frohe Weihnachten“. Wenn du es nicht weißt oder jemand in Trauer ist, sind „schöne“ oder „ruhige Feiertage“ die bessere Wahl.
Wie viel schreibt man in eine Weihnachtskarte?
Drei bis fünf Sätze auf eine Klappkarte, ein bis zwei auf eine Postkarte. Längere Neuigkeiten passen in einen beigelegten Jahresbrief.
Ist es komisch, Kartentexte mit KI zu schreiben?
Nicht, wenn die Erinnerung von dir kommt. Der Entwurf formt deinen Satz zu einem Kartentext; du schreibst ihn mit der Hand ab, änderst, was nicht nach dir klingt, und unterschreibst.
Kann ich das testen, bevor ich zahle?
Du kannst es ohne Konto ausprobieren: Auf der Startseite gibt es 2 Entwürfe am Tag. Für mehr, mit Verlauf und eigener Stimme, brauchst du einen Tarif; Pro kostet im ersten Monat 3 $.